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Das Bild oben links zeigt den Viktoria Schacht 2.
Bis 2013 fuhren Bergleute von der RAG Wasserwirtschaft täglich ein und kontrollierten
den Wasserstand und die im Einzatz befindliche Tauchpumpe.

September 2013 wurde der Schacht von der Firma Saar Montan auf Brunnensystem umgestellt.
Dies bedeutet, das der Schacht zum Einfahren nicht mehr genutzt wird,
gleichzeitig wurde das Schachtseil mit Förderkorb abgelegt.

Grube Viktoria Schacht II

Nach dem 2. Weltkrieg und dem Wiederaufbau gehörten zur Grube folgende Schächte:

Viktoria 1, 2 und 3 als Hauptförder- und einziehende Wetterschächte.
Mathilde, Aspen und Amelung als ausziehende Wetterschächte.

Das Grubenfeld wurde in 3 Felder unterteilt:
West- Mittel- und Ostfeld

Abgebaut wurden die Flammkohlenflöze Beust, Karl und Heinrich in allen 3 Feldern.

Die Förderung aus dem Mittel- und Westfeld gelangte über die 13. Sohle (Hauptfördersohle) in Wagen zu den Schächten V.1 und V.2.
Diese wurden dort gehoben, zur Wipperhalle geleitet, dort gekippt. Von hier gelangte die Kohle über die Aufbereitung (Kohlenwäsche) in den Versand mit der Eisenbahn zu den Kraftwerken und zum Hausbrandverkauf.

Die im Ostfeld gewonnene Kohle gelangte über die 11. Sohle (Hauptfördersohle) in Wagen zum Viktoriaschacht 3, wurde dort gehoben und durch den Viktoriastollen nach Püttlingen zur Aufbereitung transportiert.

Nach Einstellung der Förderung im Viktoriafeld im Jahr 1959 wurden Teile der Belegschaft zu den Gruben Ensdorf und Luisenthal verlegt. Dabei handelte es sich um Belegschaftsmitglieder aus den Aus- und Vorrichtungspartien, da bis zur Grubenschließung alle Strecken aufgefahren waren.

3 Jahre später am 07.02.1962 gegen 7:45 Uhr ereignete sich im Alsbachfeld der Grube Luisenthal eine folgenschwere Schlagwetterexplosion bei denen 299 Kameraden nicht mehr zu ihren Familien zurückkehrten. Darunter waren auch einige Kollegen die 3 Jahre zuvor von der Grube Viktoria zur Grube Luisenthal verlegt wurden. Damals beklagte Köllerbach die meisten Kameraden. 26 in Gänze, darunter zählte auch das jüngste Opfer, Wolfgang Warken, gerade mal 16 Jahre.
In Püttlingen/Ritterstraße verloren 13 Kameraden ihr Leben.
Das Alsbachfeld grenzte nördlich an das Amelungsfeld der Grube Viktoria, war aber durch den Saarsprung begrenzt. Eine damalige Erkundung vom Amelungfeld zum Alsbachfeld wurde eingestellt wegen zu starker Gaskonzentration.

Nach der ersten Verlegung baute der Rest der Belegschaft in Von der Heydt im Flöz Amelung Kohle bis Mai 1963 ab. Die gewonnene Kohle gelangte über den Amelung Querschlag 13.Sohle nach V.1 und V.2, wurde dort gehoben und aufbereitet. Die Stillegung unter Tage erfolgte nach dem Rückbau im Juni 1963

Die Restbelegschaft unter Tage wurde 1963 zur Grube Warndt verlegt.

Die Tagesanlage wurde weiter betrieben. Täglich fuhren mehrere Güterwaggons mit Rohkohle von der Grube Warndt nach Viktoria zur Aufbereitung. Damals befand sich die Aufbereitung im Warndt noch im Bau. Erst nach Fertigstellung im Jahr 1965 war die Grube endgültig geschlossen und die Tagesanlage wurde rückgebaut.

Angaben
Viktoriaschacht 1
Viktoriaschacht 2
Mathildeschacht
Viktoriaschacht 3
Aspenschacht
Amelungschacht 2
Merkmal
Einziehend
Einziehend
Ausziehend
Einziehend
Ausziehend
Ausziehend
Durchmesser
4,40 m
4,40 m
4,40 m
5,00 m
4,00 m
4,65 m
Hängebank
+ 266 m
+ 266 m
+ 309 m
+ 269 m
+ 308 m
+227 m
6. Sohle
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-120 m
9. Sohle
– 174 m
– 174 m
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– 214 m
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10. Sohle
– 239 m
– 239 m
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11. Sohle
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– 183 m
– 309 m
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13. Sohle
– 442 m
– 447 m
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Flözkarten der Grube Viktiora nach Kriegsende

Flözkarte Beust 1 bis 3 West

Flözkarte Beust Ost Unterwerksbau

Flözkarte Heinrich Mittelfeld

Flözkarte Heinrich Ost

Flözkarte Karl Ost

Flözkarte Amelung 4 und 4a Süd

Flözkarte Amelung 1 bis 3 West

Flözkarte Amelung 1 bis 2 Ost