Zechensaal

Einfahrtsgebet

Wir richten, eh`wir niederfahren,
Den Blick, o Gott empor zu dir.
O woll uns, Herr, getreu bewahren,
Laß wiederkehren uns nach hier.

Schließ auf den Stollen deiner Liebe,
Den finsteren Schacht, in dem wir bauen.
Schirm uns vor Ort und im Betriebe,
Laß fromm und treu uns dir vertrauen.

Herr, segne Streben, Schacht und Stollen,
Bewahr uns vor Flut und Brand.
Herr, dem wir treu gehören wollen,
Du hast die Welt in deiner Hand.

Steigerlied

Glück Auf, Glück Auf, der Steiger kommt.
Und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
schon angezünd´t – schon angezünd´t.

Hat´s angezünd´t.´S wirft seinen Schein
und damit so fahren wir bei der Nacht,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
ins Bergwerk ein – ins Bergwerk ein.

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut sein
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
aus Felsgestein – aus Felsgestein.

Der eine gräbt das Silber, der andere gräbt das Gold,
doch dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht,
doch dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht,
dem sein sie hold – dem sein sie hold.

Ade, ade. Herzliebste mein.
Und da drunten im tiefen, finsteren Schacht bei der Nacht,
und da drunten im tiefen, finsteren Schacht bei der Nacht,
da denk ich dein – da denk ich dein.

Und kehr`ich heim, zur Liebsten mein.
Dann erschallt des Bergmanns Gruß bei der Nacht,
Dann erschallt des Bergmanns Gruß bei der Nacht,
Glück Auf, Glück Auf – Glück Auf, Glück Auf

Die Bergleut`sein, kreuzbrave Leut`,
denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht
und saufen Schnaps – und saufen Schnaps